Am vergangenen Wochenende bin ich viel unterwegs gewesen und habe dabei was für meine Kondition getan. Angesichts der anstehenden Reise durch Südwest-Afrika kann ein bisschen Training auch bestimmt nicht schaden. Nachdem die Gelbfieber-Impfung mich für ein paar Tage außer Gefecht gesetzt hatte, tat es außerdem ganz gut sich mal wieder ausgiebig zu bewegen.

Am Freitag wollte ich mir noch einige nützliche Gegenstände fürs Reisegepäck besorgen, an die man hier in Düsseldorf leider nur schwierig kommt. Aber Köln ist ja nicht weit, und dort gibt es den größten Outdoor-Fachmarkt der Nation. Da ich nun keine BahnCard 100 mehr besitze und sich die Anschaffung einer Monatskarte für den VRR momentan für mich nicht lohnt, hätte die einfache Fahrt in die Domstadt satte € 9,30 gekostet. Eine Anmerkung am Rande: Ab Langenfeld-Berghausen – nur einen Steinwurf von der Düsseldorfer Stadtgrenze entfernt – zahlt man bloß € 4,10 (nachzusehen beim VRS-Tarifberater)! Nach Feierabend fühlte ich mich jedenfalls noch fit genug um mir zumindest einen Teil der Ticketkosten zu sparen. Und radelte los in Richtung Köln.

Mein Navi versagte nach weniger als einer dreiviertel Stunde mangels Akkuleistung den Dienst. Aber es wollte mich sowieso sinnloserweise mit der Fähre über den Rhein schicken. Als Orientierung war der Fluss ganz nützlich und hätte das Navigationssystem eigentlich überflüssig gemacht. Es gibt viele Radwege hier in der Gegend, die relativ gut beschildert sind. Leider nicht immer präzise genug, und so nahm ich irgendwo bei Leverkusen einen falschen Weg und bescherte mir einen anstrengenden Umweg. Ein hartnäckiger Krampf in der rechten Wade tat das Übrige. Aber es hätte an der Stelle nur noch wenig Sinn gemacht den nächsten Bahnhof anzusteuern. Und so kämpfte ich mich bis in die Kölner Innenstadt. Auch wenn die letzten 10 km (zum Teil dank des Mistwetters) eher Quälerei waren, erreichte ich das Ziel ohne vorher komplett zusammen zu brechen. Den Weg zurück nach Hause musste ich zum Glück nicht auf die gleiche Art bewältigen. Ca. 40 km Rad fahren ohne Pausen reichten erst mal!

Am Sonntag war das Wetter erstaunlich gut und lud zu Outdoor-Aktivitäten ein. Was lag also für mich näher als wieder auf den Drahtesel zu steigen… Diesmal ohne Ziel und Navi, sondern nur mit einer groben Richtung: Weg von Düsseldorf nach Osten. Dort beginnt sofort das Bergische Land. Wie der Name schon sagt muss man sich dort auf Steigungen einstellen. Nach etwas Kurverei durch Wald und Wiesen erreichte ich Hochdahl und schaffte es erst mal nicht diesen Ort wieder zu verlassen, weil er irgendwie nicht aufhören wollte. Aber ich nahm mir vor zumindest noch Solingen zu erreichen und tat es schließlich auch.
Was für eine sonderbare Stadt! Ich versuchte kramphaft das “Zentrum” zu finden und landete immer wieder an einer Straße, die man ausschließlich mit KFZ befahren darf. Schließlich wurde es mir zu blöd und ich fuhr wieder zurück in den Stadtteil Ohligs, durch den ich vorher schon geradelt war. Es irritierte mich ein wenig dort den Hauptbahnhof vorzufinden, so weit entfernt vom Stadtzentrum. Aber Solingen scheint mir ohnehin eine “andere Sorte” Stadt zu sein als man gewohnt ist.
Zurück ging es über Hilden. Und schon wieder waren es alles in allem mehr als 40 km . Eine gute Strecke für eine Radtour. Eigentlich sollte ich sowas öfter machen. Mal sehen…

Gepostet von niko, abgelegt unter Freizeit, Verkehr. Datum: 15. September 2008, 22:12 | Kein Kommentar »

Wo liegt die Grenze zwischen Privat- und Berufsleben? Gibt es da einen ethischen Richtwert? Muss es überhaupt eine solche Grenze geben?

Ich schätze, im Endeffekt kann das jeder für sich selbst entscheiden – und sollte das auch! Es scheint ein häufiges Phänomen der urbanen Gesellschaft zu sein, dass man den Kreis seiner Kollegen als Ersatzfamilie betrachtet. Dieser Begriff weist sicherlich in keine falsche Richtung, doch würde ich eher von Familienersatz sprechen. Wenn man weit mehr als vierzig Stunden in der Woche an seinem Arbeitsplatz verbringt, kommt man nicht umhin sich mit den anderen Menschen zu arrangieren, die sich zur gleichen Zeit dort aufhalten. Grundsätzlich ist der Mensch ein soziales Wesen. Wenn er nicht seine leibliche Familie um sich hat, interagiert er irgendwann immer mit anderen Individuen in seiner Umgebung. Und das ist gut so! Soziale Interaktion ist schließlich gut für den Charakter. Mit etwas Glück gerät man sogar an freundliche Menschen an dem Ort an dem man die meiste Zeit des Tages verbringt. Wenn dem so ist, hat man einen Grund sich gerne dort aufzuhalten.

Aber was ist nun mit dem Privatleben? Gehen wir von 50 Stunden aus, die man von Montag bis Freitag auf der Arbeit verbringt (inkl. Pausen). Eine Woche hat logischerweise weit mehr als 50 Stunden. Es sind 7 mal 24, also genau 168. Zieht man 8 pro Nacht zum Schlafen ab, kommt man auf 112. Minus die 50 “Arbeits”-Stunden: 62. 1 Stunde pro Tag um von der Wohnung zum Arbeitsplatz und wieder zurück zu gelangen. 57.
57! Das sind 7 mehr als 50!! Auf eine ganze Woche bezogen hat man nach diesem Beispiel also immer noch etwas mehr Zeit für sein Privatleben als für seinen Beruf. Allerdings entfallen davon 32 Stunden (oder ca. 56 Prozent) auf Samstag und Sonntag. Und das rechnerisch in zwei 16-Stunden-Blöcken. Die restlichen 25 Stunden bilden die Zeit zwischen Aufstehen und Arbeitsbeginn sowie die Zeit zwischen Feierabend und Schlafengehen ab. Für ausgiebige Aktivitäten (oder Hobbys) findet sich dort im Grunde keine Gelegenheit, da diese Zeiträume einerseits zu kurz sind um sich ernsthaft mit einer Sache zu befassen und man andererseits einen Großteil davon für notwendige Handlungen wie Nahrung zubereiten/einnehmen und Haushaltsführung benötigt.

Somit bieten in der Tat nur die Wochenenden Zeit für das “echte” Privatleben. Nun mag es Menschen geben die dies nicht brauchen. Man erkennt sie daran dass sie sich in ihrer Freizeit hauptsächlich in ihrer eigenen Wohnung aufhalten und gerne bereit sind berufliche Aufgaben mit nach Hause zu nehmen, um sich dort damit zu beschäftigen. Ich möchte dieses Verhalten hier keineswegs bewerten oder kritisieren! Allerdings zähle ich mich nicht zu der gerade beschriebenen Gruppe von Menschen. Man könnte zwar behaupten ich hätte keine “richtigen” Hobbys, jedoch bildet die Möglichkeit regelmäßig Abstand von meiner beruflichen Tätigkeit nehmen zu können bei mir eine essenzielle Grundlage allgemeiner Zufriedenheit und Ausgeglichenheit. Optimaler Ausgleich zum Berufsleben – und damit Erholung – ist genau dann gegeben wenn ich zwischen Freitag Feierabend und Montag Morgen keinen Augenblick an meine Arbeit denke.

An dieser Stelle möchte ich noch einmal die lieben Kollegen ins Spiel bringen. Es ist nicht ungewöhnlich dass es unter solchen zu Freundschaften kommt, die sich üblicherweise nicht auf die Zeit beschränken, die man an seinem gemeinsamen Arbeitsplatz verbringt. Während man also mit seinen Kollegen privaten Kontakt pflegt, ist damit unwillkürlich eine Verbindung zum Berufsleben hergestellt. Um dazu dennoch ein angenehmes Maß an Ausgleich zu erlangen ist es wichtig dass gemeinsame Aktivitäten und Unterhaltungen thematisch niemals in Bezug zum Beruf stehen. Voraussetzung dafür ist dass man sich gegenseitig auf persönlicher Ebene gut kennt.
Wem ist nicht schon aufgefallen dass sich auf Betriebsausflügen und ähnlichem die meisten Gespräche mehr oder weniger um die Arbeit drehen? Was vollkommen verständlich ist, zumal sie die einzige Verbindung zwischen allen Teilnehmern ist. Finden organisierte Unternehmungen dieser Art (zumindest größtenteils) während der Zeit statt, die man normalerweise in der Firma verbracht hätte, ist dagegen nichts einzuwenden. Schließlich bleibt nach wie vor das Wochenende, um sich zu erholen. Problematisch wird es wenn eine betriebliche Unternehmung genau dann stattfindet. Zeit mit Kollegen zu verbringen, mit denen man außerhalb der Arbeitszeit keinen Kontakt pflegt, “fühlt” sich einfach nicht wie Privatleben an. Und man stellt nach einem solchen Wochenende unter Umständen fest, dass man sich mehr Ausgleich gewünscht hätte. Die darauf folgende Woche ist als Konsequenz eher von schlechter Laune geprägt.

Ich ziehe aus all dem den Schluss, dass für mich die Wochenenden “heilig” und ausschließlich für Dinge ohne Bezug zu meinem Beruf reserviert sind. Eine konkrete Auswirkung davon: Betriebsausflüge an Sams- oder Sonntagen sind tabu!

Gepostet von niko, abgelegt unter Freizeit, Job. Datum: 23. August 2008, 9:23 | Kein Kommentar »

Will nur mal kurz was zum letzten Donnerstag Abend los werden. Wer in der Werbebranche arbeitet, dem dürften die legendären alljährlichen IP-Partys bekannt sein. Ich war dieses Jahr das erste mal dabei in Düsseldorf. Die Location war ziemlich speziell – die OceanDiva, ein niederländisches Party-Schiff, das am Rheinufer angelegt hatte. War echt ganz nett! Ordentlich Platz für die vielen Gäste, angenehmes Ambiente und 1A Essen. Vor allem das Lamm war gut!

Es war auch ein wenig RTL-Prominenz anwesend. Da ich aber kein großer Fan dieses Senders bin, brachte mir das nicht viel. Einzig und allein die Punkt-12-Tante Katja Burkart erkannte ich auf Anhieb. Sie war zeitweise in ein angeregtes Gespräch mit einer “Kollegin” verwickelt, und die beiden bewunderten gegenseitig ihr ausgefallenes Schuhwerk.

Aushalten konnte man es zu fortgeschrittener Stunde nur noch auf dem Oberdeck. Dort war es angenehm kühl und nicht so stickig wie unter Deck. Irgendwann wurde eine Performance am Ufer dargeboten, die mir allein schon wegen der Musik (Smack My Bitch Up von Prodigy) ganz gut gefallen hat.

Bin dann nur bis halb 12 geblieben und nachhause geradelt. Aber es war ein netter Abend.

Gepostet von niko, abgelegt unter Freizeit. Datum: 11. August 2008, 22:44 | Kein Kommentar »

03  Aug
Draußen in Mainz

Und der Festivalsommer geht weiter. Mittlerweile müsste es das 14. Mal gewesen sein, dass am Mainzer Landtag das alljährliche Open-Air-Musikspektakel stattfand. Und tatsächlich war ich mal wieder bis zum Schluss dabei. Das dürfte bis dato nur ein einziges mal vorgekommen sein, und das war vor 13 Jahren, als die Veranstaltung anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Landes Rheinland-Pfalz ihre Premiere feierte. Damals wurde ein 10-stündiger Konzert-Marathon mit vielen wirklich illustren Auftritten geboten. Das ganze stand unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten (und heutigen Parteivorsitzenden) Kurt Beck, der persönlich vor den Menschenmassen sprach, und wurde organisiert vom Südwestfunk. Dieser Tag gehört nach wie vor zu den prägendsten Ereignissen in meinem bisherigen Leben! Alles war so viel einfacher als heute… Das Wetter war bombastisch, das Gelände war nicht komplett abgesperrt, es gab keine Einlasskontrollen, wir waren von Beginn an dabei, brauchten nichts zu essen oder zu trinken und waren die vollen zehn Stunden auf den Beinen, ohne das Bewusstsein oder sonst etwas zu verlieren.

Wer stand damals auf der Bühne? Alle Namen kriege ich nicht mehr aus dem Gedächtnis zusammen, aber definitiv waren ‘N Sync, Scooter und Faithless darunter. Für einen Teen, der mit Begeisterung die Charts rauf und runter hörte, war es wie das Paradies auf Erden. Für mich war es das erste mal, dass ich einige meiner Stars live und “in echt” erleben konnte. Und dann auch noch gleich so viele kurz nach einander! Ebenfalls einen bleibenden Eindruck hat das gigantische Feuerwerk hinterlassen, das zum Abschluss synchron zu einer stark verlängerten Version von ‘Adiemus’ abgebrannt wurde.

Und wie ist es nun heute, 13 Jahre später? Ich bin auf jeden Fall schon mal doppelt so alt, habe in der Zwischenzeit vieles erlebt (darunter eine ganze Reihe guter Live-Konzerte), bin aber offenbar trotzdem noch in gewissem Maß begeisterungsfähig. Die Veranstaltung wird weiterhin vom Land Rheinland-Pfalz mit getragen, doch die Organisation ist irgendwann auf den Privatsender RPR1 übergegangen. Parallel zu dessen Programmqualität hat sich auch der regelmäßige Event gewandelt, leider nicht zum Besseren. Es war so offensichtlich, dass für die Veranstalter nicht mehr die Künstler im Vordergrund stehen sondern Werbung und die Einnahmen durch den Essens-/Getränkeverkauf. Eine größere Priorität als den musikalischen Darbietungen wurde in den Moderationen den ‘Stars’ und Aktionen des Radiosenders eingeräumt. Die allermeisten Besucher dürften sich aufgrund der Konzerte vor Ort eingefunden haben, und doch wurde auf der Bühne ein kaum zu ertragendes Maß an witzlosem Klamauk und Selbstbeweihräucherung zelebriert, das zwar ein wenig die Umbaupausen überbrücken konnte, aber kaum Unterhaltungswert bot.

Zum Glück gab es ja die Konzerte! Vielleicht war es eine gute Entscheidung sich diesmal nur die letzten drei davon anzusehen. Diese steigerten sich in etwa von passabel zu hammergeil. Was davor präsentiert worden war, müsste also nach diesem Schema eher grottig gewesen sein.
Egal… Die Berliner Soul-Sängerin mit ihren “südafrikanischen Wurzeln” gab eine routinemäßige Vorstellung ohne große Emotionen. Man drohte nicht einzuschlafen, aber hatte auch nicht das Bedürfnis in die Luft zu springen. Shaggy und seine Gang waren zwar auch routiniert, schafften es aber echtes amerikanisches bzw. karibisches Entertainment nach “Mäinss” zu transportieren. Eine nette Show, die zum Mitmachen animierte, auch wenn die Musik eigentlich eher im Hintergrund stand. Kaum zu glauben das Shaggy erst 40 ist…
Den wirklich krönenden Abschluss boten die Energiebündel der mittlerweile etwas betagten Hip-Hop-/Crossover-Combo “Die Fantastischen Vier”. Die Herren aus Stuttgart schienen tatsächlich einen Heidenspaß zu haben und ließen diese Stimmung auf das Publikum überschwappen. Es tat richtig gut sie bei dem zu beobachten und zu belauschen was sie schon seit sehr langer Zeit machen und entsprechend gut beherrschen. Die Show war einfach aus einem Guss, jeder Song wurde sinnvoll in den nächsten übergeleitet, und man konnte in der Tat eine Art Spannungskurve spüren. Bei einigen Liedern musste ich feststellen dass ich die Texte passagenweise auswendig mitrezitieren konnte. Mann, eine meiner ersten CDs war “4 gewinnt”, und die befindet sich auch jetzt noch in meiner bescheidenen Sammlung. Die Fantas haben auf keinen Fall enttäuscht, und alleine deshalb hat es sich gelohnt sich das dichte Getümmel wieder einmal anzutun.

Shaggy

Fanta 4 - Ernten was man sät

Gepostet von niko, abgelegt unter Freizeit. Datum: 3. August 2008, 23:21 | Kein Kommentar »

25  Jul
I WANT TO BELIEVE

Habe mir gerade den “neuen Akte X Film” im Kino angesehen. Was für ein Glück dass ich mich nicht durch all die Kritiken in den Medien entmutigen ließ! Ich hatte in der Tat vorher noch nie eine so geballte Ladung Negativ-Presse zu einem Film erlebt. Im Nachhinein muss ich vermuten dass die Verfasser jener Kritiken allesamt keine Fans der Serie sind. Genau für die ist der Film nun mal gemacht. Wer bloß die eine oder andere X-Akte (also Episode) kennt, sollte sich lieber Hancock oder Mamma Mia ansehen – dort ist das Geld mit Sicherheit besser angelegt. Wer allerdings behaupten kann, zumindest den größten Teil der X-Akten mit Eifer mitverfolgt zu haben und daher mit den Charakteren und der typischen Atmosphäre vertraut ist, dem kann ich die gerade angelaufene zweite Kino-Adaption der Kultserie wärmstens ans Herz legen.

Okay, am Anfang ist man evtl. etwas enttäuscht von dem etwas zu sehr gestrafften Handlungsablauf und dem platten Humor der Figuren, doch nach einer Weile gewinnt die Story an Fahrt und es baut sich eine angenehme Spannung auf. Ein paar eingestreute teils recht emotionale Dialoge entschleunigen das ganze zwischendurch wieder etwas. Doch ich würde behaupten dass sich der Gähnfaktor in Grenzen halten sollte, wenn man weiß wie die beiden Protagonisten Mulder und Scully zu einander stehen.

Zudem wird jeder, der sich bizarre UFO-/Alien-Szenen oder eine Fortsetzung des Verschwörungs-Szenarios erhofft hat, leider enttäuscht. Mag die Serie in den ersten paar Staffeln von ersteren, zum Ende hin von letzterem geprägt gewesen sein, hat der Film ein eher menschliches Grundgerüst. Er befasst sich intensiv mit den Persönlichkeiten der Hauptfiguren (insbesondere Dana Scully) und greift einige Themen auf, die Amerika in den letzten Jahren beschäftigt haben, wie z.B. die Präsidentschaft G.W. Bushs, Pädophilie unter Priestern und illegalen Organhandel.

“Alte Bekannte” tauchen, mit Ausnahme eines kurzen Auftritts von Walter Skinner, ebenfalls nicht auf. Die beiden FBI-Agents, die Mulder und Scully für einen speziellen Fall wieder aus der Versenkung holen, sind auch eher profillos. Insbesondere Rapper Xzibit ist nicht wirklich überzeugend in seiner Rolle als Agent Drummy und absolut keine Bereicherung…

In der deutschen Fassung des Films wird man sich zu Beginn etwas über die ungewohnte Synchronstimme von Fox Mulder ärgern. Doch sie passt zu ihm und kommt meiner Meinung nach sogar etwas näher an die Originalstimme von David Duchovny heran als das was man aus der Serie kennt.

Zusammenfassend bleibt zu sagen, dass “I Want To Believe” (hierzulande blödsinnigerweise mit “Jenseits der Wahrheit” betitelt) die düstere Grundstimmung der TV-Serie meiner Meinung nach sehr gelungen wieder aufleben lässt und eine in sich geschlossene spannende Story erzählt, die – im Gegensatz zum Serienfinale – angenehmerweise ein Ende hat, mit dem man als Fan ausgesprochen gut leben kann.

Noch ein kleiner Tipp zum Schluss: Bitte nicht aufstehen und weg laufen, wenn der Abspann beginnt. Nach ein paar Minuten Geduld wird man mit einem *besonderen* Bild belohnt! ;-)

Gepostet von niko, abgelegt unter Freizeit. Datum: 25. Juli 2008, 0:01 | Kein Kommentar »

20  Jul
Sendepause

Ich habe eine ziemlich beschissene Woche hinter mir. Deshalb hat es sich nicht wirklich gelohnt hier irgend etwas zu posten. Auch wenn bei meinem zweiten Termin beim Kieferchirurgen letzte Woche wesentlich weniger herum geschnitten worden war als beim ersten, dauerte die Heilung diesmal wesentlich länger. Während das Loch wo der obere Weisheitszahn gesessen hatte überhaupt keine Probleme machte und kaum weh tat, ist am unteren Ende selbst jetzt noch kein absoluter Normalzustand eingekehrt. Es hat seit dem Eingriff bisher keinen Tag gegeben an dem ich komplett schmerzfrei war. Mittlerweile stört es nicht mehr – auch nicht beim Essen -, aber der größte Teil der Woche war von echter Quälerei bestimmt. Mit Schmerztabletten ließ sie sich teilweise in Grenzen halten… bis am Donnerstag mein Magen rebellierte. Ob das wirklich am Tablettenkonsum oder an etwas anderem lag werde ich wohl nie erfahren. Am Freitag wurde der Faden gezogen, mit dem die Wunde genäht worden war. Der Chirurg antwortete auf meine Frage ob es normal sei wenn es nach einer Woche noch immer so weh tat: “Normal ist anders – aber es darf es!”
Den Rest des Tages überstand ich irgendwie mit eineinhalb Laugenstangen, einer dreiviertel Tasse Tee und ohne Schmerzmittel.

Das Düsseldorfer Kirmes-Feuerwerk am Freitag Abend konnte ich nur aus der Ferne mit anhören, war aber viel zu erschöpft um es vor Ort mitzuverfolgen. Nach ausreichend Schlaf fühlte ich mich am nächsten Morgen unerwarteterweise fit genug um die Loveparade in Angriff zu nehmen!
In Dortmund änderte sich dieser Zustand nach ein paar Stunden leider wieder. Es war sicherlich ganz nett mal dort gewesen und das Spektakel gesehen zu haben… und vielleicht um sagen zu können dass ich einer von 1,6 Millionen (?!) Besuchern war. Aber irgendwie wollte nicht so recht die gewohnte Stimmung bei mir aufkommen. Das mag auch ein wenig am Wetter gelegen haben. Alle die keinen Regenschirm dabei hatten müssen zeitweise wirklich kurz vor dem Ertrinken gewesen sein. Abends zuhause vor dem Live-Stream bereute ich es dann doch wieder ein wenig nicht länger geblieben zu sein. Die Sets von Armin van Buuren und Paul van Dyk waren zum Teil ganz nett, und Underworld hätte ich mir liebend gerne mal live angesehen, zumal ich den Sound dieser britischen Kapelle sehr attraktiv finde. Und auch die Feuer- und Lasershow zum Abschluss dürfte vor Ort beeindruckender gewesen sein als am Bildschirm…

Der heutige Tag war auch wieder ziemlich kalt und durchwachsen. Immerhin bot sich eine letzte Gelegenheit die Kirmes auf den Rheinwiesen zu besuchen. Leider kam es auch dort wieder zu einem Wolkenbruch, und die Lust noch länger zu bleiben war ziemlich schnell verflogen.
Auf das nächste Wochenende blicke ich momentan noch mit etwas Argwohn, denn ob man es glaubt oder nicht – es findet offenbar gar keine große Veranstaltung in der Nähe statt, auf die es sich zu gehen lohnt. Bin das ja gar nicht mehr gewöhnt.
Naja, was fest steht ist dass am Donnerstag der neue X-Files Film im Kino anläuft, und den zu sehen ist absolute Pflicht. Somit steht zumindest schon mal eine Aktivität fürs kommende Wochenende fest!

Gepostet von niko, abgelegt unter Freizeit. Datum: 20. Juli 2008, 22:38 | Kein Kommentar »

06  Jul
Open-Air-Sommer

Zur Zeit vergeht ja wirklich kein Wochenende an dem nicht irgendwo in der Gegend größere oder kleinere Veranstaltungen unter freiem Himmel stattfinden. Eigentlich ganz nach meinem Geschmack – bin ein echter Fan von Festivals und der gleichen.

Diesmal war die RhEINKULTUR in Bonn und der CSD in Köln. Und wieder mal sollte die Bahn das Transportmittel der Wahl sein. Da wäre es doch ein Wunder gewesen wenn mal alles ohne Komplikationen abgelaufen wäre… Für mich mit meiner BahnCard100 wäre es im Prinzip unproblematisch gewesen. Aber für meinen Freund, der mit von der Partie war, wollten wir ein Angebot des Verkehrsverbunds Rhein-Sieg (VRS) nutzen. Hier mal ein Zitat von dessen Website:

Der VRS macht den Besuchern des diesjährigen Christopher Street Day (CSD) ein besonders günstiges Angebot.
Denn, das TagesTicket 1 Person der Preisstufe 4 für 14,40 Euro ist während des CSD drei Tage - ab Freitag, 04. Juli 2008, 14:00 Uhr bis Sonntag, 06. Juli 2008, Betriebsschluss –  im erweiterten VRS-Netz gültig, das heißt auch in den Städten und Gemeinden des Kreises Ahrweilers.
Achtung: Tickets aus den Automaten sind bereits entwertet. Kaufen Sie sich also Ihr TagesTicket am Automaten erst am 04. Juli. Im Vorverkauf erworbene Tickets bitte ebenfalls erst am 04. Juli 2008 entwerten, da das Ticket ansonsten als normales TagesTicket nur einen Tag lang gilt.

Offenbar gab es für den Wortlaut dieses Angebots einen bunten Strauß an Interpretationsmöglichkeiten. Meine Auffassung war, dass Tagestickets für 1 Person der Preisstufe 4 ausnahmsweise an drei Tagen und für beliebig viele Fahrten im gesamten Streckennetz des VRS gültig waren, wenn sie am 4. Juli gekauft oder entwertet worden waren.
Da der Ausgangspunkt der Bahnfahrten Betzdorf an der Sieg sein sollte, fuhren wir am Freitag Abend kurz vor Mitternacht noch an den dortigen Bahnhof um am Automaten ein solches Ticket zu besorgen. Am Samstag Vormittag wollten wir dann von dort aus nach Bonn fahren, erkundigten uns aber vor dem Einsteigen beim Zugpersonal nach dem Sonderangebot. Man wollte davon gehört haben, ging aber davon aus dass die Gültigkeit nicht drei sondern nur einen Tag (dafür aber verbundweit) sei.
In Siegburg stiegen wir aus und wollten uns eine weitere Meinung einholen. Im DB-Reisezentrum sagte man, das Ticket sei zwar an drei Tagen aber nur auf der Strecke zwischen dem Ort des Kaufs und Köln gültig! Das heißt man hätte damit nicht nach Bonn fahren können. Somit nahmen wir erstmal die nächste S-Bahn nach Köln und fragten dort im KVB-Kundencenter ein weiteres mal nach. Und dort teilte man schließlich meine Auffassung! Selbstverständlich könne man an allen drei Tagen im gesamten Verbundgebiet so viel Bahn fahren wie man möchte. Wir bekamen sogar auf Nachfragen hin den Original-Text von der VRS-Website in ausgedruckter Form als Beleg.

Also ab zur Rheinkultur. Es war wohl eine gute Entscheidung nicht den Zug zum Bonner Hbf zu nehmen sondern einen anderen, der in Beuel hielt. Dadurch war zwar ein längerer Fußweg nötig um zum Festivalgelände zu kommen, aber wir ersparten uns total überfüllte Züge. Am Abend musste ich dann feststellen dass die Bahn-Verbindung zwischen Bonn und Düsseldorf ziemlich zeitaufwändig ist, wenn man auf Regionalzüge angewiesen ist. Alles in allem brauchten wir rund dreieinhalb Stunden, um von der Rheinaue zu mir nach Hause zu gelangen!

Dafür klappte es mit Köln heute um so besser. Wir waren rechtzeitig dort, um die CSD-Parade von Anfang bis Ende sehen zu können. Und mir gelang das Kunststück, vom Kölner Hbf in etwas über einer halben Stunde per Bahn nach Hause zu gelangen! Mein Freund hatte da auf seiner Fahrt nach Betzdorf leider weniger Glück…

Nächstes Wochenende beginnt die Kirmes in Düsseldorf. Werde mich da aber etwas zurück halten müssen. Warum, erzähle ich später mal.

Gepostet von niko, abgelegt unter Freizeit, Verkehr. Datum: 6. Juli 2008, 23:12 | Kein Kommentar »